Sonntag, 16. Januar 2011

10.000.000.000

Gigantische Zahl
An einem ganz normalen Sonntagmorgen um 07:30 h (CET) werden in 5 Sekunden etwa 1000 Apps aus dem Apple* AppStore* heruntergeladen. In einigen Stunden ist es die 10.000.000.000ste, die ihr Ziel-Mobilgerät erreicht. Das verändert die Welt: Aus dem Internet der ersten Tage http://www...... wird das Internet der 'Shy Technology'. Wer heute eine Waschmaschine bedienen kann, muss sich nicht mehr mit dem Drehmoment von Elektromotoren auskennen und auseinandersetzen. Die Technik rückt in den Hintergrund, verschwindet hinter Knöpfen, Schaltern und Icons, weil schon viele Menschen über Vereinfachung und Bedienung von Waschmaschinen nachgedacht haben. Ebenso ist es mit dem Internet. Das Internet wird zum Hintergrundservice, der all diese kleinen Knöpfe, Schalter und Icons mit ihren individuellen, spezifischen Informationen füttert. Der Browser als universelles Mittel war zwar groß gedacht, aber letzten Endes wird dessen Bedeutung als das universelle Universum wieder etwas zurückgehen, denn er bietet eigentlich zu viel für den kleinen Menschen, der wir nun mal sind. So baut sich nun jeder aus dem unendlichen Universum, das er nicht denken kann, seine kleine Welt aus einzelnen Informationspaketen mundgerecht aufbereitet, handlebar. Das geht einen Schritt weiter, als Google gedacht hat. Google überschätzt den Menschen, er braucht seine vier Wände, im Universum ist er verloren. Google denkt die Maschine im Hintergrund, Apple ist näher am Menschen.

1.000.000.000 - Huge amount 
On a normal sunday morning at 07:30 h CET every 5 seconds something like 1000 apps are downloaded from the App Store*. In some hours it will be the 10.000.000.000th app, which will arrive to the target mobil gadget. This changes the world: The internet of the first days http://www...... is developing into the internet of 'shy technology'. Who is able today to operate a washing machine, has not to be anymore well versed in the torque of electrical motors. Technology fades away to the backround, disappears behind buttons, switches and icons because many people have already thought about simplification and user interfaces of washing machines. That is the same with the internet. The internet is going to be the backround service, which feeds all this small buttons, switches and icons with their individual, specific informations. The browser as an universal agent was a huge thought, but his importance as an universal universe will finally decline to some degree, because it offers really too much to the tiny human, who we are indeed. That way everybody creates his own small world out of the infinite universe, which he can not realize. This small world is made of single information packets worked up in an appetizing way. This goes one step further than Google imagined, Google overestimates human beings, who need their four walls, in the universe they are lost. Google thinks the machine in the backround, Apple is closer to man.

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Sonntag, 26. Dezember 2010

Verlage sind auch Sender

Verkappte Sender
Die Nachrichtensender machen den Zeitungsverlagen vor, wie man sich auf das Medium iPad* einlässt und abstrahiert von bisherigen, papierbehafteten Sichtweisen, die sich die spezifischen Eigenheiten des neuen Mediums für die Darstellung des Contents zu Nutze machen kann, ohne nun aus jedem Inhalt sofort ein "PROJECT" (sicherlich der Maßstab dessen, was geht) zu machen. Die Zeitungsverleger bleiben darin gefangen, eine Zeitung für das iPad* zu machen, was nicht nur unangemessen ist, sondern dem Medium und dessen Möglichkeiten nicht gerecht wird. Der Leser/User etc. ist hier aber schon weiter, denn er erwartet keine Zeitung, sondern gut präsentierten Content. Die mögliche neue Informationstiefe durch Links und multimediale Inhalte will genutzt sein.
 
Multimedia wird zu Media, denn es gibt nichts anderes mehr als Multi. MonoMedia stirbt aus.
 
Meint: Dort wo Media "auftritt", tritt Media zunehmend als UniMedia auf. Die Kommunikation der getrennten Kanäle der historischen Sparten wie Print (als Text/Bild), Radio (Ton) und TV (bewegte Bilder und Ton) wächst zusammen zu einem UniMedia-Format, das alle diese Kanäle kombiniert. Eine Sparte, die es geschafft hat, sich trotz "mono" in die Zukunft zu retten, ist das Radio, da Radio lange schon eine Parallel-Beschäftigung zu einer anderen Tätigkeit war und den Sprung in die mobile Welt dadurch geschafft hat, sich heute ebenfalls über Handys und iPods* abspielen zu lassen.
 
Für die anderen Disziplinen gilt dennoch: Hier greifen natürlich gestalterische Grundregeln aus der guten, weit entwicketen traditionellen Layoutenwicklung der Zeitungsformate, deren Kenntnis vom menschlichen Aufnahmevermögen man sich auch hier zu eigen machen kann.
 

Publishers are also transmitters - In disguised transmitters 
TV stations demonstrate the publishers how to get involved in the media iPad* and how to abstract from previous, papery perspectives, which use the specific properties of the new media to present the content, without emphasizing every content immediately to something like 'PROJECT' (certainly the scale of what is possible). Most of the publishers stay trapped in producing a newspaper for the iPad*, which is not only inadequate, but also does not fulfill the capabilities of the media. The reader/user etc. has already moved on, He does expect no longer a newspaper, but rather good presented content. This possible new depth of information has to be used.

'Multimedia' transforms to 'media', cause there is nothing more else than 'multi'. 'monomedia' is going to extinct.
That means: Everywhere media appears, it appears progressively as a 'unimedia'. The communication of divided channels by the historic scores as print (text/graphics), radio (sound) and TV (moving pictures and sound) grows together to a 'unimedia' format, that combines all these channels. One score, that has managed it to get saved in fhe future in spite of being 'mono', is the radio, cause radio for a long time already has become a parallel avocation to an simultaneous activity and jumped into the mobil world by the capability of being played also on handy or an iPod*. 
To all the other disciplines nevertheless applies: Of course here also are the same creative rules effective with their high delveloped traditional layouting of newspaper formats, which knowledge of the human capacity of sences can be useful here.

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Samstag, 25. Dezember 2010

Kerngeschäft Information

Verdrängungsprozess
Lange haben wir versucht zu verdrängen, dass die Nachrichtensender natürlich die gleichen Felder bestellen wie die Zeitungsverlage. Befördert wurde dieser Umstand vor allem dadurch, dass immer eine situative Trennlinie zwischen den Medien Print und TV existierte. Gab es logistisch bedingt den Früstückszeitungsleser, hatten die Fernseh-Nachrichten den Abendsendeplatz. Die Zeitung musste irgendwann im Briefkasten des Leser landen nach einem starren Zyklus von redaktioneller Erarbeitung und in einen gegenläufigen Rhythmus mit 12-Stunden-Verschiebung taten die Nachrichtenredaktionen das ihrige.
 
Diese Struktur löst sich nun auf, da die logistischen Hindernisse, die nur im starren Zeitraster zu handlen waren, aufgebrochen sind. Die Information und deren Konsum löst sich vom Ankunftsort des Papiers oder von der Couch vor dem Fernsehen und wird mobil verfügbar. Gleichzeitig geht damit auch der zeitlich ritualisierte Informationsfluss verloren. Der Leser/User entscheidet, wann er Willens und in der Lage ist, die Information aufzunehmen. Damit lösen sich natürlich auch die Produktionszyklen der Informationen, die Veröffentlichungen von Ereignissen bewegt sich auf eine Gleichzeitigkeit zu.
 
Core business information - Process of overcrowding
For a long time we tried to extrude, that TV stations of cause till the same fields as publishers do. Conveyed is that circumstance also cause there exists always a situative borderline between the media print and TV. Caused by logistical reason there was on the one hand the breakfast newspaper reader and on the other hand there was the news at evening's program. The newspaper has have a landing in the letterbox sometime after a rigid run cycle of editorial development and a 12 hours shifted rhythm in the editorial office of the evening newscasts.
 
This structure is dissolving, cause the logistical obstacle, that only could be dealed in fixed time grids is cracked. The information and its consumption detaches from the place of paper arrival or from the couch in front of the TV and gets mobil available. Simultaneous the ritualized information flow gets lost. The reader/user decides whenever he is able and willing to take up the information. Therewith the stiff cycles of information production releases, the publication of events develop to a concurrency.
 
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Freitag, 17. Dezember 2010

Vom technischen zum kulturellen Wandel

Die Rückbesinnung
auf das eigentliche Kernprodukt, die Information, ist der notwendige erste Schritt, die Strukturkrise der Medienindustrie an ihren Wurzel zu fassen. Das größte Missverständnis ist das Verharren im Glauben, das Papier sei das Produkt und nicht nur das Medium. Die Zukunft ist auch mobil, enthält eigentlich keine Zellulose und lässt sich auch nicht durch eine Druckmaschine schieben, egal, wie schön diese ist.
 
Auch das Telefonbuch wurde nicht geliebt wegen des Gewichts oder der hervorragenden Papierqualität und des damit verbundenen Gefühlsausbruchs, sondern nur wegen der enthaltenen Information. Aber "Informationen suchen sich ihren spezifischen, besten Weg"* zum Leser oder User oder wie immer man ihn nennen mag. Letzten Endes ist es der Kunde, dessen Verhalten den richtigen Weg zeigt und nur er. Und wer bereits als "Digital Native" in diese für ihn nicht neue, sondern einzige Welt hineingeboren wurde, entdeckt nicht auf einmal im Erwachsenwerden seine Vorliebe für Haptik des Materials ausgenommen vielleicht das kühle Glas seines Tablets am Morgen.
 
Wenn man diesem Gedanken weiter folgt, landet man von alleine bei der Erkenntnis, dass die Medienindustrie dabei die Grenzen ihrer traditionellen Sparten wie Print, TV, Radio zusehends verliert, da der Kanal sozusagen uniform wird. Es ist immer ein Netzwerkkabel, das den Content transportiert, das mobile oder immobile Endgerät ist nur noch das Darstellungsmedium, jeweils in seiner ihm spezifischen Art und Weise, aber nicht mehr die Industriesparte. Schon jetzt produzieren Nachrichtensender sehr ähnliche Apps wie ihre Print-Kollegen. Siegen wird dabei das beste Handling und die beste Akzeptanz des Kunden. Alles wird eins, "Unimedia" ist die Wirklichkeit der Stunde, jede Information optional auf jedem Endgerät und immer auf allen Sinnes-Kanälen im Text-, Bild-, Film-, Ton-Mix. Erreichbar wird somit jeder, nur noch abhängig von seinen persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten. Somit ist der vermeintlich technische Wandel eigentlich mehr ein kultureller Wandel.
From technological to cultural change - The thinking back
The thinking back on the core product, the information, is the necessary step to grab the structural crisis of the media industries by their roots.
The biggest misunderstanding is the insisting on the dogma that the paper would be the product and not only the carrier medium.

* Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG am 10.06.2010 auf der Podiumsdiskussion der Open House, Region West in Langenfeld. Die Inhalte von "Der papierfreie Verlag" sowie dieser Online-Service sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weitergabe ohne schriftliche Genehmigung ist nicht statthaft und wird strafrechtlich verfolgt. Alle mit Sternchen (*) gekennzeichneten Bezeichnungen sind Warenzeichen der Apple Inc., Unix ist ein Warenzeichen der Open Group. Andere Warenzeichen sind Eigentum ihrer rechtmäßigen Besitzer. Herausgeber: Impressum ›››